Artikel mit dem Schlagwort: Verantwortung

Bausteine für einen Brunnen

Auch heuer zu Ostern weist die Caritas auf ihr Projekt „Schenken mit Sinn“ hin, das sowohl Menschen hier als auch in anderen Teilen der Welt Freude bereitet und Hilfe gibt. Das reicht von Socken über Taschen bis zu Hühnern und Ziegen. Mit einer Hühnerschar wird zum Beispiel einer Familie in Äthiopien ermöglicht, ein Zusatzeinkommen zu erhalten.

Machen sie es mir nach und tragen Sie mit Bausteinen zu 20 Euro zur Wasserversorgung bei: www.schenkenmitsinn.at

In Dürrezeiten werden zuerst die Menschen mit Wasser versorgt, danach die Felder. Brunnen werden gebaut oder saniert. Das Dorfkomitee sorgt für sparsame Wasserverwendung und führt regelmäßig Wartungen durch. Experten helfen beim Bepflanzen der Gemüsefelder und Setzen von Obstbäumen. So bekommen Familien dauerhaft Zugang zu gesunder Ernährung und einem kleinen Einkommen. Die Frauen lernen kompostieren, düngen und den Umgang mit
biologischen Schädlingsbekämpfungsmitteln.

Caritas & Du
schenken mit Sinn
Guter GeDANKE

Millionenschaden durch Feuchttücher

Für unseren Körper sind sie vermeintlich gut, für unsere Wasserwirtschaft eine Qual: Feuchttücher. Die Entsorgung der Hygieneartikel kostet dabei dreimal so viel wie die Anschaffung – das belegt eine neue Studie.

Allein in der Steiermark fließen jährlich rund 3,6 Millionen Euro in die Entsorgung des feuchten Toilettenpapiers. Probleme würden dabei vor allem nicht biologisch abbaubare sowie sehr reißfeste Produkte machen.

1.200 Lkw-Fuhren an „Fehlwürfen“

Feuchttücher gehören zu den „Fehlwürfen“ – dabei handelt es sich um Müll, der widerrechtlich oder sorglos in die Toilette geworfen wird. Die Hygieneartikel machen dabei einen erheblichen Anteil der rund 1.200 Lkw-Fuhren aus, die jährlich in der Steiermark anfallen. Die Reißfestigkeit des Produkts sei den Forschern zufolge schwer nachzuvollziehen, da es bisher keine Kennzeichnungspflicht für die Verpackung von Feuchttücher gibt.

Feuchttücher sind ein großes Problem für die Wasserwirtschaft

ORF

„Sie probieren einfach, das Produkt mit beiden Händen auseinanderzuziehen, wenn es leicht geht, dann haben wir Naturfasern drinnen, und dann ist es abbaubar und unproblematisch, und wenn das eher schwer geht, dann haben wir Kunstfasern drinnen und dann ist es problematisch“, so Martin Wellacher von der Montanuniversität Leoben. Abwasserentsorger fordern daher ein Verbot von Kunststofffeuchttüchern.

Feuchttücher problematisch für Pumpwerke

Grundsätzlich gilt jedoch: Je höher der Kunstfaseranteil bei den Trägermaterialien, desto reißfester und weniger abbaubar seien die Tücher. Im Rahmen einer Studie der Montanuniversität Leoben wurden die Feuchttücher aus Kanälen in Leoben gefischt und untersucht. Dabei wiesen Babyfeuchttücher im Vergleich zu Toilettenfeuchttücher eine wesentlich größere Reißfestigkeit auf.

Feuchttücher sind ein großes Problem für die Wasserwirtschaft

ORF

„Dadurch, dass diese Kunststofffaserfeuchttücher praktisch nicht zerreißbar sind, verwickeln sie sich in den Pumpwerken und führen zu einem Stillstand der Pumpwerke, was nach sich zieht, dass diese Pumpen herausgenommen werden müssen, zerlegt werden, die Tücher herausgeholt und die Pumpe wieder in Betrieb genommen werden muss“, so Franz Hammer, Obmann der Gemeinschaft Steirischer Abwasserentsorger. Die Studie ergab, dass die Pumpen bereits nach 125 Feuchttüchern mit hohem Kunststoffanteil versagen würden.

„1.300 bis 1.500 Liter pro Sekunde“

Das Rechenhaus der Kläranlage sei der Hotspot des Gestanks einer Kläranlage, denn von dort werde der gesamte Abfall herausgeholt. „In der Hauptzeit, wenn die Stadt voll aktiv ist – das ist ungefähr ab 10.00 bis 18.00 Uhr sind das rund 1.300 bis 1.500 Liter pro Sekunde“, sagte Edmund Tschaußnig von der Kläranlage Gössendorf in Graz.

Allein in der Klaranlage in Gössendorf fallen jährlich 1.000 Tonnen an Abfall an – ein Großteil davon sind Feuchttücher. „Der Abfall verstopft unsere Anlagen, das heißt, es muss dann mühevoll komplett gereinigt werden und führt zu einem deutlich höheren Wartungsaufwand, als es früher mal war.“

Weitere Fehlwürfe: Öl, Fett und Medikamente

Wesentliche Stoffe, die uns auch belasten würden, seien laut Tschaußnig Fette und Öle. „Das heißt, wenn man zu Hause Öl verwendet, dann sollte das bitte tunlichst nicht in den Kanal kommen. Es stinkt und muss auch wieder mit intensiven Wartungsaufgaben herausgeholt werden.“ Mikroplastik würde zum einen durch den Reifenabrieb auf den Straßen, zu einem wesentlichen Teil aber vor allem durch Kosmetikartikel, in welchen die Kunststoffteile vorkommen, in das Abwasser gelangen.

Pillen Tabletten Medikamente Medizin

dpa-Zentralbild/Matthias Hiekel

Auch Medikamentenrückstände würden über uns Menschen in das Abwasser gelangen. „Der Kreislauf geht einfach so, dass wir dann einfach die Fische mit diesen Stoffen belasten, und sich tatsächlich auch zum Beispiel eine ‚Verweiblichung‘ des Fischbestandes durch die Wirkstoffe der Anti-Baby-Pille in gewissen Flüssen nachweisen lässt.“

Quelle: https://steiermark.orf.at/m/news/stories/2922920/
Beitragsbild: Stadtentwässerung Dresden, http://kein-muell-ins-klo.de/

Weltwassertag 2019

Die Vereinten Nationen haben den 22. März jedes Jahres zum Weltwassertag ausgerufen. Ziel ist es, dem global bedeutsamen Thema Wasser Bedeutung und Aufmerksamkeit zu widmen.

Das Motto 2019 lautet „Leaving No One Behind (Human Rights and Refugees)„-  „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“.

Das Ziel Nummer 6 der Nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen ist es bis zum Jahr 2030 den Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle Menschen zu gewährleisten.

Die heutige Wasserkrise hängt auch damit zusammen, dass viele Menschen „vergessen“ oder übersehen werden: Frauen, Kinder, Menschen mit Behinderung, Migranten, ganze Volksgruppen. Oft werden diese diskriminiert.

„Leaving no one behind“ bedeutet, auch vernachlässigte Menschen erreichen zu wollen.

UN-Water: World Water Day 2019 – Water for all

Wertekatalog Ziviltechniker

ZiviltechnikerInnen verkaufen nichts, was sich mit kaufmännischen Maßstäben messen lässt. Aus diesem Grund ist die Zusammenarbeit mit den Auftraggebern durch ein enges Vertrauensverhältnis geprägt. ZiviltechnikerInnen sind sich stets bewusst, dass sie dieses Vertrauen nur verdienen, wenn sie ihrem Berufsethos entsprechend handeln. In den Standesregeln, die über die Jahre ihre Gültigkeit und Aktualität nicht verloren haben, sind die ethischen Prinzipien des Berufsstandes festgeschrieben.

Die von den ZiviltechnikerInnen gelebten Werte wie Verantwortung, Unabhängigkeit und Qualität rechtfertigen das Vertrauen, das von Seiten der Auftraggeber und der Gesellschaft in sie gesetzt wird.

Im Wissen um das hohe Maß an Verantwortung, nehmen ZiviltechnikerInnen die Anliegen ihrer Auftraggeber treuhänderisch wahr und bearbeiten die ihnen über-tragenen Aufgaben sorgfältig, gewissenhaft und loyal. Aber nicht nur den Auftraggebern gegenüber ist der Berufsstand verpflichtet.

Die übernommene Verantwortung erstreckt sich auf alle Bereiche unserer Umgebung. Die Sorge um das Wohl der Allgemeinheit umfasst Bereiche wie Sicherheit, Gesundheit, Lebensqualität, Umwelt, Kultur und Tradition und ist ein zentraler Aspekt der Arbeit einer Ziviltechnikerin oder eines Ziviltechnikers. Dazu gehört auch die Verpflichtung, die praktischen Erfahrungen, sei es in Lehre und Forschung oder in Gesetzgebung und ihre Ausführung, einfließen zu lassen.

Die Unabhängigkeit der ZiviltechnikerInnen erlaubt es ihnen, die jeweils optimale Lösung für eine Aufgabe zu entwickeln. Unbestechlichkeit, Nachvollziehbarkeit, Objektivität, die Vermeidung von Interessenskonflikten und das 4-Augen-Prinzip sind die Grundpfeiler, um diese Unabhängigkeit auch nach außen zu demonstrieren. Nur durch eine angemessene Honorierung der Arbeit der ZiviltechnikerInnen ist diese Unabhängigkeit realisierbar.

Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker besitzen in ihrem Fachgebiet höchste Kompetenz, Wissen und Erfahrung. Um das hohe Niveau halten zu können, wird durch konsequente Aus- und Weiterbildung die Qualifikation stets verbessert und ausgebaut.

Damit diese Qualität dem Auftraggeber zugute kommt, ist es notwendig, den Zugang zum Berufsstand entsprechend dem hohen Qualitätsanspruch zu regeln. Die Qualität der Ziviltechnikerleistung beruht nicht alleine auf dem persönlichen Engagement des einzelnen, sondern auch auf dem konstruktiven Miteinander der Kolleginnen und Kollegen gleicher oder sich ergänzender Fachrichtungen. Gegenseitige Wertschätzung und Respekt sind im Umgang mit allen Kollegen und Mitarbeitern, unabhängig von Geschlecht, Alter oder kultureller Herkunft unerlässlich.

Wer den Beruf eines Ziviltechnikers ergreift, fühlt sich dazu berufen. Er wird durch eine starke und selbstbewusste Standesvertretung vertreten, die nach innen auf die Einhaltung der gemeinsamen Werte achtet und nach außen Verantwortlichkeit in der Öffentlichkeit übernimmt. Der feierliche Eid auf die Republik am Beginn des Berufsweges betont diese große Verantwortung, die Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker auf sich nehmen, und die öffentliche Anerkennung, die sie dafür genießen.

Quelle: Homepage der Kammer der ZiviltechnikerInnen Steiermark und Kärnten,
Stand 24.11.2015

World Toilet Day 2018 – Wenn die Natur ruft!

Wir müssen Toiletten und Sanitärsysteme bauen, die im Einklang mit unserer Umwelt funktionieren. Wenn die Natur ruft, sollen wir zuhören und dementsprechend handeln.

Natur-basierte-Lösungen zur Sanitär- und Wasserkrise nutzen die Kraft der Ökosysteme:

  1. Kompost-WC‘s, die menschliche Abfälle vor Ort sammeln und behandeln und dadurch eine kostenlose Versorgung mit Dünger für den Pflanzenbau ermöglichen.
  2. Pflanzenkläranlagen reinigen Abwässer, bevor Sie wieder in die Gewässer eingeleitet werden.

Die Welt ist noch nicht auf dem Weg, um das Sustainable Development Goal (SDG) – nachhaltiges Entwicklungsziel – 6 zu erreichen: die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von sanitären Anlagen und Wasser für alle bis 2030.

Heute leben 4,5 Milliarden Menschen ohne geeignete sanitäre Anlagen, und 892 Millionen Menschen praktizieren noch immer ihr „Geschäft“ in der Natu.

Die Auswirkungen der Exposition gegenüber menschlichen Kot in dieser Größenordnung haben verheerende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit, die Lebensbedingungen, die Ernährung, die Bildung und die wirtschaftliche Produktivität in diesen Teilen der Welt.

SDG 6 hat sich zum Ziel gesetzt, dass jeder eine Toilette hat und dass alle bis zum Jahr 2030 eine Toilette haben. Wenn dieses Ziel nicht erreicht wird, riskiert es die gesamte Agenda für eine nachhaltige Entwicklung.

Zur Homepage World Toilet Day ….

Quelle: http://www.worldtoiletday.info/wtd2018
Beitragsbild aus http://www.worldtoiletday.info/wtd2018/theme/

Beratung und Projektvorbereitung

Beratung, Projektvorbereitung und Unterstützung bei:

  • Bewilligungsverfahren;
  • der Förderungsabwicklung;
  • technischen Fragen;

Beratung hinsichtlich der notwendigen Planungs- bzw. Leistungsphasen für ein beabsichtigtes Bauvorhaben.

Definition von Aufgabenstellungen (Projektsideen), im Bezug auf Umfang des Vorhabens und Zielvorgaben für die Planungsaufgaben.

Zusammenstellen und Beschaffen der Grundlagen für weitere Planungsentscheidungen.

Gut geplant ist halb gewonnen!

ZT-Kampagne: „Beste Vergabe.“

Die österreichweite Kommunikationskampagne der Bundeskammer der Ziviltechniker-Innen beleuchtet die Kernthemen der Ziviltechnikerschaft bei öffentlichen Bauprojekten:

– Trennung von Planung und Ausführung
– Bestbieterprinzip bei der Vergabe von Planungsleistungen
– Leistungsmodelle als rechtssicherer Rahmen für Auftragsvergaben
– Vergabemodelle als Rahmen für die Abwicklung von Vergabeverfahren
– Bewusstseinsstärkung für qualifizierte Verfahren (Architekturwettbewerbe)

Die Kommunikationsmaßnahmen basieren auf Interviews mit profilierten Personen, wie z.B. Volksanwältin Gertrude Brinek, dem Präsidenten des Österreichischen Gemeindebunds, Alfred Riedl, dem Präsidenten des Fiskalrats, Univ.-Prof. Bernhard Felderer sowie weiteren Spitzen wichtiger öffentlicher AuftraggeberInnen, und werden an Personen gerichtet, welche mit der Vergabe und Abwicklung von öffentlichen Aufträgen betraut sind.

Alle Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.bestevergabe.at.

Text: Kammer der ZiviltechnikerInnen, Steiermark und Kärnten
Foto: https://www.bestevergabe.at; Bundeskammer der ZiviltechnikerInne