Artikel mit dem Schlagwort: Verantwortung

Aus „Kulturtechnik und Wasserwirtschaft“ wird „Umweltingenieurswissenschaften“

Culturtechnik

Seit 1883 gibt es das Studium der Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, oder vielmehr „Culturtechnik“, wie es damals hieß. Seither ist viel passiert, vieles änderte sich und in der Wahrnehmung der meisten Menschen handelt es sich bei „Kulturtechniken“ um Dinge wie Lesen und Schreiben.

Die Kulturtechniker*innen an der BOKU und jene, die sie bereits als Absolvent*innen verlassen haben, sehen das naturgemäß anders. Sie wissen, dass der Begriff daher kommt, dass man Technik einsetzt, um Land zu kultivieren, also für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Genau das war die Intention, als das k.k. Landwirtschaftsministerium diese Ausbildung in Auftrag gab.

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Welttag der Feuchtgebiete, 2021

Wir befinden uns in einer wachsenden Wasserkrise, die die Menschen und unseren Planeten bedroht. Wir verbrauchen mehr Wasser, als die Natur auffüllen kann, und zerstören das Ökosystem, von dem Wasser und alles Leben am meisten abhängig sind – Feuchtgebiete.

Was Feuchtgebiete können

Süß- und Salzwasser-Feuchtgebiete erhalten die Menschen und die Natur. Sie unterstützen unsere soziale und wirtschaftliche Entwicklung durch mehrere Effekte:

Speichern und reinigen Wasser:

  • Feuchtgebiete enthalten und versorgen uns mit dem meisten Süßwasser.
  • Sie entfernen Schadstoffe aus dem Wasser, sodaß wir es trinken können.

Ernähren uns

  • Aquakultur ist der am schnellsten wachsende Lebensmittelproduktionssektor, während die Binnenfischerei allein 12 Millionen Tonnen Fisch im Jahr 2018 bereitstellte.
  • Reisfelder ernähren jährlich 3,5 Milliarden Menschen.

Unterstützen unserer Weltwirtschaft

  • Feuchtgebiete, das wertvollste Ökosystem, stellt Dienstleistungen im Wert von 47 Billionen US-Dollar pro Jahr bereit.
  • Mehr als eine Milliarde Menschen sind für ihr Einkommen auf Feuchtgebiete angewiesen.

Beschützen uns

  • Feuchtgebiete schützen vor Überschwemmungen und Stürme und mit jedem Hektar Feuchtgebiet werden 14 000 m3 Wasser gespeichert.
  • Feuchtgebiete helfen, das Klima zu regulieren: Moore speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie Wälder, Marschland, Mangroven und Seegraswiesen speichern auch große Kohlenstoffmengen.

Wir haben nur eine begrenzte Menge an Wasser zur Verfügung aber unser derzeitiger Verbrauch ist nicht nachhaltig

3 Fakten zum Wasser

  • Nur 2,5 % des Wasser auf der Erde ist Süßwasser, das zumeist in Gletschern, Eiskappen und als Grundwasser gespeichert ist.
  • Weniger als 1 % des Süßwassers kann verwendet werden.
  • Flüsse und Seen enthalten 0,3 % des Oberflächenwassers.

Unser Wasserverbrauch

Wir verbrauchen 10 Mrd. m3 Wasser pro Tag:

  • 70 % davon in der Landwirtschaft
  • 22 % für die Industrie und Energieproduktion
  • Der Wasserverbrauch ist in den letzten 100 Jahren um das sechsfache gestiegen und erhöht sich jedes Jahr um 1 %

Quelle: Factsheet for World Wetlands Day 2021; https://www.ramsar.org/

Bausteine für einen Brunnen

Auch heuer zu Ostern weist die Caritas auf ihr Projekt „Schenken mit Sinn“ hin, das sowohl Menschen hier als auch in anderen Teilen der Welt Freude bereitet und Hilfe gibt. Das reicht von Socken über Taschen bis zu Hühnern und Ziegen. Mit einer Hühnerschar wird zum Beispiel einer Familie in Äthiopien ermöglicht, ein Zusatzeinkommen zu erhalten.

Machen sie es mir nach und tragen Sie mit Bausteinen zu 20 Euro zur Wasserversorgung bei: www.schenkenmitsinn.at

In Dürrezeiten werden zuerst die Menschen mit Wasser versorgt, danach die Felder. Brunnen werden gebaut oder saniert. Das Dorfkomitee sorgt für sparsame Wasserverwendung und führt regelmäßig Wartungen durch. Experten helfen beim Bepflanzen der Gemüsefelder und Setzen von Obstbäumen. So bekommen Familien dauerhaft Zugang zu gesunder Ernährung und einem kleinen Einkommen. Die Frauen lernen kompostieren, düngen und den Umgang mit
biologischen Schädlingsbekämpfungsmitteln.

Caritas & Du
schenken mit Sinn
Guter GeDANKE

Millionenschaden durch Feuchttücher

Für unseren Körper sind sie vermeintlich gut, für unsere Wasserwirtschaft eine Qual: Feuchttücher. Die Entsorgung der Hygieneartikel kostet dabei dreimal so viel wie die Anschaffung – das belegt eine neue Studie.

Allein in der Steiermark fließen jährlich rund 3,6 Millionen Euro in die Entsorgung des feuchten Toilettenpapiers. Probleme würden dabei vor allem nicht biologisch abbaubare sowie sehr reißfeste Produkte machen.

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Weltwassertag 2019

Die Vereinten Nationen haben den 22. März jedes Jahres zum Weltwassertag ausgerufen. Ziel ist es, dem global bedeutsamen Thema Wasser Bedeutung und Aufmerksamkeit zu widmen.

Das Motto 2019 lautet „Leaving No One Behind (Human Rights and Refugees)„-  „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“.

Das Ziel Nummer 6 der Nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen ist es bis zum Jahr 2030 den Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle Menschen zu gewährleisten.

Die heutige Wasserkrise hängt auch damit zusammen, dass viele Menschen „vergessen“ oder übersehen werden: Frauen, Kinder, Menschen mit Behinderung, Migranten, ganze Volksgruppen. Oft werden diese diskriminiert.

„Leaving no one behind“ bedeutet, auch vernachlässigte Menschen erreichen zu wollen.

UN-Water: World Water Day 2019 – Water for all