Dipl.-Ing. Johann Reisner

Regenwasserkonzept

Einleitung

Durch das gegenständliche Regenwasserbewirtschaftungskonzept wurden die Aus-wirkungen der geplanten Bebauung für Grundstücke in der KG Großsöding auf den

  • Abfluss der Oberflächenwässer inkl. Fließgewässer und
  • das Grundwasser

dargestellt. Dies war eine der Voraussetzungen für die Baulandwidmung und die Erstel-lung des Bebauungsplanes.

In weiterer Folge könnte von der Gemeinde für die erforderlichen Maßnahmen eventuell um eine Bundes- und Landesförderung angesucht werden.

Die Erstellung der Projektsunterlagen erfolgte nach der Leitlinie „Regenwasser-bewirtschaftungskonzept “ des Amtes der Stmk. Landesregierung, Abt. 14 vom Februar 2013.

Lösungskonzept

Nach Prüfung der möglichen Oberflächenentwässerungsverfahren ist aus technischer und wirtschaftlicher Sicht nur eine gedrosselte Ableitung in den Bach (über die bestehende Straßenentwässerung) möglich.

Die abzuleitenden Niederschlagswässer bestehen nur ausfolgenden Bereichen:

  • Dachflächen und Terrassen (Flächentyp F1)
  • Gehwegen (Flächentyp F1)
  • Kleine Parkflächen und Zufahrten (Flächentyp F2)
  • Aufschließungsstraße (Flächentyp F2)

Flächen für die Zufahrt und Parken auf den Baugrundstücken sind möglichst klein zu halten. Parkflächen sollen mittels Rasengittersteinen oder Ähnlichem ausgeführt werden. Die Niederschläge aus diesen Flächen sollen über Rasenflächen großflächig versickert werden.

Die Niederschläge auf Dachflächen der einzelnen Wohnobjekte werden über Retentionsanlagen auf Eigengrund gedrosselt in den Straßenkanal abgeleitet. Diese Rückhaltemaßnahmen können mit einer Regenwassernutzung gekoppelt sein. Das Nutzvolumen der RW-Nutzung darf jedoch bei der Bemessung des Retentionsvolumens nicht in Abzug gebracht werden.

Die Aufschließungsstraße entwässert über Rasenmulden in eine darunterliegende Rohrrigole. Vor der Einleitung in die Straßenentwässerung sind noch Rückhaltemaßnahmen notwendig. Diese Rückhaltemaßnahmen sollten in der Südwestecke des Projektsgebietes situiert werden. Eine Fläche von mind. 200 m2 ist dafür zu reservieren.