Artikel mit dem Schlagwort: Gutachten

Wertekatalog Ziviltechniker

ZiviltechnikerInnen verkaufen nichts, was sich mit kaufmännischen Maßstäben messen lässt. Aus diesem Grund ist die Zusammenarbeit mit den Auftraggebern durch ein enges Vertrauensverhältnis geprägt. ZiviltechnikerInnen sind sich stets bewusst, dass sie dieses Vertrauen nur verdienen, wenn sie ihrem Berufsethos entsprechend handeln. In den Standesregeln, die über die Jahre ihre Gültigkeit und Aktualität nicht verloren haben, sind die ethischen Prinzipien des Berufsstandes festgeschrieben.

Die von den ZiviltechnikerInnen gelebten Werte wie Verantwortung, Unabhängigkeit und Qualität rechtfertigen das Vertrauen, das von Seiten der Auftraggeber und der Gesellschaft in sie gesetzt wird.

Im Wissen um das hohe Maß an Verantwortung, nehmen ZiviltechnikerInnen die Anliegen ihrer Auftraggeber treuhänderisch wahr und bearbeiten die ihnen über-tragenen Aufgaben sorgfältig, gewissenhaft und loyal. Aber nicht nur den Auftraggebern gegenüber ist der Berufsstand verpflichtet.

Die übernommene Verantwortung erstreckt sich auf alle Bereiche unserer Umgebung. Die Sorge um das Wohl der Allgemeinheit umfasst Bereiche wie Sicherheit, Gesundheit, Lebensqualität, Umwelt, Kultur und Tradition und ist ein zentraler Aspekt der Arbeit einer Ziviltechnikerin oder eines Ziviltechnikers. Dazu gehört auch die Verpflichtung, die praktischen Erfahrungen, sei es in Lehre und Forschung oder in Gesetzgebung und ihre Ausführung, einfließen zu lassen.

Die Unabhängigkeit der ZiviltechnikerInnen erlaubt es ihnen, die jeweils optimale Lösung für eine Aufgabe zu entwickeln. Unbestechlichkeit, Nachvollziehbarkeit, Objektivität, die Vermeidung von Interessenskonflikten und das 4-Augen-Prinzip sind die Grundpfeiler, um diese Unabhängigkeit auch nach außen zu demonstrieren. Nur durch eine angemessene Honorierung der Arbeit der ZiviltechnikerInnen ist diese Unabhängigkeit realisierbar.

Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker besitzen in ihrem Fachgebiet höchste Kompetenz, Wissen und Erfahrung. Um das hohe Niveau halten zu können, wird durch konsequente Aus- und Weiterbildung die Qualifikation stets verbessert und ausgebaut.

Damit diese Qualität dem Auftraggeber zugute kommt, ist es notwendig, den Zugang zum Berufsstand entsprechend dem hohen Qualitätsanspruch zu regeln. Die Qualität der Ziviltechnikerleistung beruht nicht alleine auf dem persönlichen Engagement des einzelnen, sondern auch auf dem konstruktiven Miteinander der Kolleginnen und Kollegen gleicher oder sich ergänzender Fachrichtungen. Gegenseitige Wertschätzung und Respekt sind im Umgang mit allen Kollegen und Mitarbeitern, unabhängig von Geschlecht, Alter oder kultureller Herkunft unerlässlich.

Wer den Beruf eines Ziviltechnikers ergreift, fühlt sich dazu berufen. Er wird durch eine starke und selbstbewusste Standesvertretung vertreten, die nach innen auf die Einhaltung der gemeinsamen Werte achtet und nach außen Verantwortlichkeit in der Öffentlichkeit übernimmt. Der feierliche Eid auf die Republik am Beginn des Berufsweges betont diese große Verantwortung, die Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker auf sich nehmen, und die öffentliche Anerkennung, die sie dafür genießen.

Quelle: Homepage der Kammer der ZiviltechnikerInnen Steiermark und Kärnten,
Stand 24.11.2015

Gerichtsgutachten „Vernässung“

Es mußte ein Gutachten zu folgenden Fragen erstellt werden:

  • sind Immissionen aufgrund nicht ausreichend dimensionierter Oberflächenentwässerung eines Carports auf das Nachbargrundstück erst bewirkt oder verstärkt worden?
  • ist die ortsübliche Nutzung der Liegenschaft der klagenden Partei wesentlich beeinträchtigt?
  • stehen Setzungen und Senkungen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit den allenfalls durch die Errichtung des Carports auf der Liegenschaft der beklagten Partei ausgehenden Immissionen?

Gerichtsgutachten „Überflutung“

Es mußte ein Gutachten zu folgenden Fragen erstellt werden:

  • Ist durch die Betonfläche eine Änderung der natürlichen Gegebenheiten eingetreten, wodurch Immissionen auf das Nachbargrundstück erst bewirkt oder verstärkt wurden?
  • Wenn ja: Sind die Auswirkungen dieser Immissionen geringfügig, sodass diese Folgen kein Vernünftiger als nennenswerten Nachteil ansähen würde?

Datenverarbeitung bei Gutachtensaufträgen durch Sachverständige

Ihre Daten sind uns wichtig!

Sachverständige respektieren und schützen das Recht auf Datenschutz und Privatsphäre und ergreifen alle gesetzlich erforderlichen Maßnahmen, um personenbezogenen Daten zu schützen:
Unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten betroffener Personen treffen sie geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten, einschließlich Schutz vor unbefugter oder unrechtmäßiger Verarbeitung und vor unbeabsichtigtem Verlust, unbeabsichtigter Zerstörung
oder unbeabsichtigter Schädigung („Integrität und Vertraulichkeit“).

Datenschutzrechtliche Rolle von Sachverständigen bei Gutachtensaufträgen

Datenschutzrechtlich sind Sachverständige im Rahmen ihrer Gutachtenstätigkeit – unabhängig davon,

  • ob sie von einem Gericht bzw. einer Behörde bestellt werden oder
  • ob sie im privaten Auftrag tätig sind

als „Auftragsverarbeiter“ zu qualifizieren.

Datenschutzrechtlicher „Verantwortlicher“ ist jeweils der „Auftraggeber“, also das / die jeweilige Gericht / Behörde bzw. der jeweilige „private“ Gutachtensauftraggeber. Dementsprechend sind diese – und nicht die Sachverständigen – insbesondere auch für die Erfüllung der datenschutzrechtlichen Betroffenenrechte, wie insbesondere etwaiges Recht auf Information, Auskunft, Richtigstellung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragung und/ oder Widerspruch, berufen. Sämtliche Anträge zu Betroffenenrechten sind daher direkt beim Gericht/ bei der Behörde bzw. dem „privaten“ Gutachtensauftraggeber und nicht bei den (Gerichts)Sachverständigen geltend zu machen. Sollten Anträge doch bei den (Gerichts)Sachverständigen gestellt werden, werden diese an den jeweiligen datenschutzrechtlich Verantwortlichen weitergeleitet.